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Tankkarte für PV- und Wärmepumpen-Betriebe: Was im Montage-Alltag wirklich zählt

Monteure zahlen per App an der Säule, das Büro steuert Fahrer und Belege im Dashboard: worauf PV- und Wärmepumpen-Betriebe achten sollten.

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Für einen PV- oder Wärmepumpen-Installationsbetrieb zählen bei der Tanklösung zwei Seiten. Draußen muss jeder Monteur schnell tanken können, ohne dass eine Karte durch mehrere Hände geht. Im Büro müssen Fahrer, Tankungen und Belege an einer Stelle zusammenlaufen, damit niemand am Monatsende Quittungen hinterherläuft. Eine Tank-App mit Web-Dashboard deckt beides ab. Ob sie zum Betrieb passt, entscheidet vor allem das Stationsnetz auf den eigenen Routen.

Der Tank-Alltag im Installationsbetrieb

Ein Installationsbetrieb tankt anders als eine Spedition. Statt weniger langer Strecken gibt es viele kurze: morgens zum Lager, dann zum Großhändler, weil ein Kabelsatz fehlt, weiter zur Baustelle, nachmittags zum Kundendienst am anderen Ende des Einsatzgebiets. Getankt wird dort, wo es gerade passt, und von dem, der gerade fährt.

Für die Tanklösung heißt das:

  • Wechselnde Besetzung. Teilt sich ein Montagetrupp einen Transporter und wechselt die Besetzung mit dem Projekt, sitzt nicht jeden Tag dieselbe Person am Steuer. Wer tankt, ist dann schwer nachzuhalten, wenn die Karte zum Fahrzeug gehört.
  • Materialtransport. Module, Speicher, Außengeräte und Gerüstteile fahren auf Transportern und Anhängern mit. Schwer beladene Fahrzeuge verbrauchen mehr, und bei vielen Dieseltransportern gehört AdBlue mit auf die Liste.
  • Zeitdruck auf der Baustelle. Die Stunde des Monteurs ist auf dem Dach oder im Heizungskeller verplant. Jeder Umweg zu einer bestimmten Tankstellenmarke und jede Rückfrage wegen eines fehlenden Belegs kostet Montagezeit.

Ohne System zeigt sich das am Monatsende: Quittungen aus mehreren Fahrzeugen einsammeln, zuordnen, fehlende Bons nachfordern. Wer wann welchen Transporter betankt hat und was das gekostet hat, lässt sich dann kaum noch sagen.

An der Säule: die App für die Monteure

DKV InstantFuel ist eine Marke von DKV Mobility, Anbieter ist die PACE Mobility GmbH. Die Monteure zahlen per App an der Säule, das Büro steuert Fahrer, Tankungen und Belege im Web-Dashboard.

An einer angebundenen Station wechselt die App in den Tankmodus. Der Monteur wählt die Zapfsäule in der App, gibt die Tankung frei, tankt und fährt weiter zur Baustelle, ohne an der Kasse anzustehen. Bezahlt wird über die Firmenkarte, die der Betrieb einmal im Dashboard hinterlegt: Visa oder Mastercard, auch als Debitkarte, oder V-Pay. Ein Prepaid-Guthaben gibt es nicht, es muss nichts aufgeladen werden.

  • Keine Karte im falschen Fahrzeug. Die App gehört zum Monteur, nicht zum Transporter. Wer heute welches Fahrzeug fährt, spielt für das Tanken keine Rolle.
  • Auch auf dem privaten Smartphone. Die App darf auf dem privaten Gerät laufen. Die Kartendaten werden tokenisiert verarbeitet, bezahlt wird mit der Firmenkarte, die das Unternehmen hinterlegt hat.
  • Beleg ohne Nachlaufen. Nach der Tankung entsteht der Beleg automatisch und liegt dem Monteur zugeordnet im Dashboard.

Im Büro: Flottenmanagement im Dashboard

Das Dashboard läuft im Browser und ist das Werkzeug des Flottenmanagers. Was dort passiert:

  • Monteure einladen und freischalten. Neue Monteure laden Sie per Link ein und bestätigen sie im Dashboard. So geht es: Fahrer einladen.
  • Personalwechsel per Klick. Wer den Betrieb verlässt, wird per Klick deaktiviert und kann danach nicht mehr tanken. Karten einsammeln oder sperren lassen entfällt.
  • Jede Tankung im Blick. Jede Tankung erscheint mit Liter, Literpreis und Beleg, dem Monteur zugeordnet, der bezahlt hat.
  • Fahrzeugbezug, wenn Sie ihn brauchen. Auf Wunsch tragen die Monteure beim Tanken Kennzeichen und Kilometerstand ein. Beide Eingaben schalten Sie in den Einstellungen frei.
  • Belege für die Buchhaltung. Jeder Beleg ist steuerkonform und enthält die Pflichtangaben nach § 14 UStG. Monatlich laden Sie ein ZIP mit PDF-Übersicht und allen Einzelbelegen herunter, dazu die E-Rechnung im ZUGFeRD-Format, die auch DATEV einlesen kann. Aufbewahrt werden die Belege zehn Jahre.

Stationsnetz: vorher die eigenen Routen prüfen

Das ist der wichtigste Prüfpunkt vor dem Start. DKV InstantFuel funktioniert an ca. 12.000 Stationen in 10 Ländern, darunter Marken wie JET, Esso, AVIA, HEM, Q1, OMV, Hoyer, bft, Classic, OIL!, Tamoil und tankpool24. Das Netz ist kleiner als das der klassischen DKV-Karte. Für einen regional tätigen Installationsbetrieb zählt deshalb, ob zwischen Lager, Großhändler und den typischen Baustellengebieten genug Stationen liegen. Das lässt sich vorab auf der Live-Karte prüfen. Das Netz ist auf Diesel, Benzin, HVO 100 und AdBlue ausgerichtet, Strom-Laden ist in Vorbereitung.

Was das kostet: Rechenbeispiel mit sechs Monteuren

DKV InstantFuel kostet 2,49 € netto pro Nutzer und Monat. Das gilt für jeden Monteur und ebenso für den Flottenmanager, der das Dashboard betreut. Ein Betrieb mit sechs Monteuren und einem Flottenmanager zahlt für sieben Plätze also 17,43 € netto im Monat. Eine Setup-Gebühr oder Mindestlaufzeit gibt es nicht, der Vertrag ist monatlich kündbar. Ausgaben-Limits gibt es als optionales Add-on für 2,49 € netto. Alle Details: Preise.

Zur Einordnung: Bei klassischen Tankkarten setzen sich die Kosten typischerweise aus Kartengebühren und Aufschlägen zusammen, die Konditionen sind individuell. Vergleichbar wird das erst mit einem konkreten Angebot auf Ihr Tankvolumen.

Kurzfazit: Passt die App zum Betrieb?

Ja, wenn drei Bedingungen erfüllt sind. Der Betrieb hat eine Firmenkarte von Visa oder Mastercard oder eine V-Pay-Karte, die Monteure sind überwiegend in Deutschland und den Nachbarländern des Netzes unterwegs, und auf der Live-Karte liegen genug Stationen an den eigenen Routen. Dann sind es rund 5 Minuten bis zur ersten Tankung (Einrichtungs-Anleitung). Wer Maut, Werkstattservices oder ein europaweites Lkw-Netz braucht, ist bei einer klassischen Tankkarte besser aufgehoben. Die Auswahlkriterien dafür: Tankkarte 2026: Der vollständige Leitfaden.

FAQ

Können Monteure mit dem privaten Smartphone tanken?

Ja. Die App lässt sich auch auf dem privaten Smartphone installieren. Die Firmenkarte hinterlegt der Betrieb zentral im Dashboard, die Kartendaten werden tokenisiert verarbeitet.

Was passiert, wenn ein Monteur den Betrieb verlässt?

Der Flottenmanager deaktiviert ihn im Dashboard per Klick. Danach kann er nicht mehr über die Bezahlmethode der Firma tanken.

Brauchen wir eine Firmenkarte pro Transporter?

Nein. Eine Firmenkarte für den Betrieb reicht, alle Monteure tanken darüber. Es gelten Limits von 500 € pro Tankung und 10.000 € pro Monat und Unternehmen, jeweils inklusive MwSt.

Prüft DKV InstantFuel die Bonität?

Nein. Weil über die eigene Firmenkarte abgerechnet wird, entfällt eine eigene Bonitätsprüfung. Klassische Tankkarten arbeiten dagegen mit einem Kreditrahmen des Anbieters und einer Sammelrechnung, dafür prüft der Anbieter die Bonität. Mehr dazu im Artikel Tankkarte ohne Bonitätsprüfung: Geht das wirklich?.

Wo finden wir Details für unsere Branche?

Auf den Branchenseiten Tankkarte für Photovoltaik-Betriebe und Tankkarte für Wärmepumpen-Betriebe, jeweils mit den häufigsten Fragen aus der Branche. Einen Überblick über alle Branchen gibt die Seite Branchen.

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